Zeitmanagement – Das Lernziel sicher erreichen – I

Christian Scholz

Christian Scholz

Das Thema Zeitmanagement ist schon mit zahlreichen Ratgebern gut bedient, warum braucht es dann noch diesen Blogartikel? Der Mehrwert liegt hier ganz klar in der Einfachheit der dargestellten Strategien. Mit den simplen mentalen Strategien behältst du deine (Lern-)Ziele und die dir zur Verfügung stehende Zeit sicher im Blick und dies auf energieschonende Weise.
In diesem Artikel dieser Reihe dreht sich alles um einige wichtige Grundlagen – weitere Strategien gibt es in Teil zwei dieser Reihe.

Pausen – Ein wichtiger Teil des Zeitmanagements

Es mag ungewöhnlich erscheinen, dass ein Artikel zum Thema Zeitmanagement ausgerechnet mit Pause machen beginnt, das hat allerdings einen wichtigen Grund: „Richtige“ Pausen tragen maßgeblich zum Erfolg eines gesetzten (Lern-)Zieles bei!

Denn gerade im Kontext des Lernens sind Pausen essenziell, ermöglichen sie doch erst das Übertragen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis. Dabei ist die Qualität, das heißt die Art und Weise der Pause von zentraler Bedeutung. Eine Pause machen sollte nicht heißen, sich mal eben etwas zu essen zu holen oder der Gang zur Toilette. Viel mehr zeichnet eine Pause einen bewussten Cut vom Lernen aus. Eine Pause sollte entspannt und in Ruhe genossen werden. So kann ein kurzer Spaziergang oder eine Entspannungsübung ein sinnvoller Ausgleich sein – Hauptsache das Lernen bzw. die Aufgabe, an der gerade gearbeitet wird, spielt keine Rolle.

Normalerweise werden Informationen besonders gut im Schlaf vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis übertragen. Es werden Verbindungen zwischen neuem und bereits vorhandenem Wissen geknüpft und bestehende Verbindungen gestärkt. Dieser Effekt lässt sich allerdings auch durch Entspannung und Meditation erreichen. So kann eine kurze Entspannung von etwa drei bis fünf Minuten nach einer Lerneinheit (diese sollte maximal 30 Minuten lang sein) nicht nur die „Akkus“ wieder auffüllen, sondern auch die Übertragung/Speicherung von eben gelerntem Wissen begünstigen.

Die Gegenwart erweitern und „aufblasen“

Eine kleine Entspannungsübung, die sich in Lernpausen gut anbietet, ist das Erweitern und „Aufblasen“ der Gegenwart. Diese Übung sorgt für eine sehr gute Zentrierung im Moment und auf die eigene Person.

Ablauf
Dem Raum der Gegenwart bewusst werden

1. Mache dir den Raum bewusst, der für dich deine Gegenwart darstellt. Vielleicht liest sich diese Anweisung für dich im ersten Moment etwas merkwürdig, doch lass dich einfach darauf ein. Gerade wenn du die Übung das erste Mal machst, kannst du – ganz spontan und intuitiv – deine Hände dazu nutzen, dir den Raum deiner Gegenwart bewusst zu machen:

  • Wie groß ist der Raum deiner Gegenwart genau?
  • Wie hoch, wie breit und wie tief?
  • Umhüllt der Raum deiner Gegenwart dich vollständig?
Mache dir deinen Raum der Gegenwart bewusst.
Den Raum der Gegenwart vergrößern

2. Sobald du dir dem Raum bewusst bist, den deine Gegenwart umfasst, lassen den Raum größer werden – in deinem eigenen Tempo und ganz allmählich. Vielleicht ist es für dich wie bei einem Luftballon, in den immer mehr Luft hineingeblasen wird und der so immer größer wird. Wie auch immer es für dich passend ist, lasse den Raum deiner Gegenwart größer werden und wachsen, so wie es für dich angenehm und richtig ist.

Erweitere den Raum deiner Gegenwart.
Den Raum der Gegenwart ressourcevoll bereichern

3. Wenn du den Raum vergrößert hast, achte auf deinen Körper, was genau fühlst du wo und wie genau in deinem Körper? Achte auf deinen Atem, dieser sollte tief und gleichmäßig in den Bauch gehen. Du kannst auch darauf achten, welche Farbe der Raum deiner Gegenwart genau hat, vielleicht magst du mit verschiedenen Farben spielen oder auch mit verschiedenen Klängen. Alles, was dir im Raum deiner Gegenwart guttut, darfst du nutzen. Achte nur immer gut darauf, dass du im Raum deiner Gegenwart bleibst.

Spiele und experimentiere mit verschiedenen Farben oder Melodien in dem Raum deiner Gegenwart.

Dieser Teil der Übung lädt, wie du vermutlich eben schon gemerkt hast, zum spielerischen Experimentieren ein. Der geschaffene Zustand, der durch die Erweiterung des Raumes der Gegenwart geschaffen worden ist, bietet Platz für persönliche Variationen. Einzig sollte klar sein, dass stets im Raum der Gegenwart zu bleiben ist, somit ist jeder Gedanke an Vergangenheit oder Zukunft schon ein Anzeichen dafür, dass der Raum in die eine oder andere Richtung verlassen worden ist und eine „Rückbesinnung“ anzuraten ist.

Dieser Zustand sollte für mindestens drei bis fünf Minuten bewusst erlebt werden – mehr geht natürlich immer. Dieser Zustand von Gelassenheit und Zentrierung in der Gegenwart ist nicht nur ein guter Zustand für eine Pause, sondern durchaus auch für die Arbeitsphase geeignet.
Eine bewusste Trennung zwischen Arbeits- und Pausenphase ist dennoch ratsam: Im Hier und Jetzt der Pause sollte es nur Pause geben, Gedanken an die nächste Aufgabe haben hier keinen Raum. Der Zustand dagegen darf selbstverständlich von der Pausen- in die Arbeitsphase mitgenommen werden. Gelassen und im Hier und Jetzt lernt es sich ohnehin am besten.

Pareto-Prinzip – Das solltest du bei deiner Planung im Hinterkopf haben

Das Pareto-Prinzip besagt, dass du in 20 % der dir zur Verfügung stehenden Zeit 80 % des Ergebnisses erzielen kannst. Im Umkehrschluss heißt dies allerdings auch, dass du im Normalfall für die restlichen 20 % deines gewünschten Ergebnisses Zeit 80 % deiner verfügbaren Zeit einplanen solltest bzw. müsstest.

Das Pareto-Prinzip: 20 % der Zeit für 80 % des Ergebnisses & 80 % der Zeit für 20 % des Ergebnisses.

Allerdings lässt sich der Mehraufwand auf einfache Art und Weise vermeiden, nämlich durch eine adäquate Fehleranalyse. Die restlichen 20 % solltest du auf mögliche bedeutsame/schwerwiegende Fehler oder „Fallstricke“ prüfen. Diese kannst du wieder mit 20 % der Zeit abarbeiten. Wenn du so etwa 4x verfährst, bist du am Ende sicher bei deinem gesteckten Ziel angekommen und das mit deutlich geringerem Zeitaufwand.

Entscheidungshilfe: Ist es eine Aufgabe wirklich „wert“ erledigt zu werden?

Gerade auch wenn die Zeit mal knapp(er) wird oder vorher nicht Planbares dem ursprünglichen Vorhaben in die Quere kommt, kann es wichtig werden, Aufgaben zu streichen, zu delegieren, genau zu terminieren oder auch noch einmal zu optimieren. Die folgende Grafik kann dir in diesem Zusammenhang als Entscheidungshilfe dienen.

Entscheidungshilfe für Aufgaben: Streichen, delegieren, terminieren, optimieren oder gleich erledigen?

Ausblick

Wie du Teilaufgaben für ein Ziel festlegen kannst und Aufgaben besonders strukturiert erledigen kannst, erfährst du im zweiten Teil dieser Reihe.

Erfahrungen mit oder Fragen zu den vorgestellten Methoden sehr gerne über die Kommentare unter dem Artikel stellen.

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